- UDUGU - *

Partnerschaft zwischen den Gemeinden Kokirie & Masia Mamba in Tansania und der St. Markus-Gemeinde zu Lübeck

* Udugu ist das Suaheliwort für Partnerschaft, meint aber die „Partnerschaft der Herzen“, so nennen wir unsere Partnerschaft!

Unser Engagement in Tansania begann im Jahre 1984 (wir feierten also bereits ein 30jähriges Tansania-Jubiläum). Über das NMZ in Hamburg knüpften wir Kontakte zur Bibelschule in Mwika in der Nord-Diözese der evangelisch-lutherischen Kirche von Tansania. Diese Beziehungen dauerten 10 Jahre, danach wurde die Bibelschule eine kirchliche Hochschule. Wir wollten aber einen Partner „zum Anfassen“ haben, und, zusammen mit dem NMZ, suchten wir uns die Doppelgemeinde in Kokirie und Masia aus.

Seit 1994 (also seit 22 Jahren) besteht nun zwischen den Gemeinden in Kokirie & Masia Mamba in Tansania und der St. Markus-Gemeinde in Lübeck eine offizielle Partnerschaft. - Unsere Partnergemeinde liegt an den Hängen des großen Kilimanjaro, mitten in den Bananen- und Kaffeeplantagen. Von Kokirie und Masia Mamba aus kann man die schneebedeckten Gipfel des Kilimanjaro sehr gut sehen. - Inzwischen sind aus der Doppelgemeinde zwei unabhängige Gemeinden geworden, die aber sehr eng

Von Anfang unserer Beziehung an, kümmerten wir uns um die aktuellen Nöte in unseren Partnergemeinden. Medikamente für die Sanitätsstation wurden dringend benötigt, die Kirche mußte renoviert werden. Ein Kindergartengebäude wurde errichtet, ein Pastorat und neuerdings auch ein Gemeindebüro. Das alte, sehr kleine, Gemeindebüro befand sich hinter der Empore in der Kirche. In Masia Mamba wurde inzwischen die zu klein gewordene Kirche von einer viel größeren „umbaut“! Wann ist eine Kirche zu klein? Ganz einfach, wenn nicht mehr alle Gemeindemitglieder einen Platz in ihr finden, das ist Afrika, die Gemeinden

Besonders die Kinder im Kindergarten liegen uns am Herzen. Wir sorgen dafür, daß jedes Kind wenigstens einmal am Tag eine warme Mahlzeit erhält, dieses ist in Afrika leider keine Selbstverständlichkeit. Nun ist auch in Masia Mamba ein neuer Kindergarten eröffnet worden, wir möchten dort die gleichen Konditionen wie in Kokirie erreichen.

Weiterhin kümmern wir uns um das Schulgeld für weiterführende Schulen. Dieses muß von diesem Jahr an nicht mehr gezahlt werden! Wie es sich aber mit dem Internatbetrieb und den Schulmitteln verhält, ist nicht zu erfahren (Info Afrika-Referat ZMÖ). Wir wissen, daß nicht einmal die obligatorischen Schuluniformen von einigen Gemeindegliedern getragen werden können (ca. 6€). Ohne Schuluniform kann ein Kind nicht am Unterricht teilnehmen.

Ein sehr wichtiger Punkt in dieser „Aufbruchzeit“ ist die Berufsausbildung. - Jungen Menschen verhelfen wir zu einer Handwerkslehre. - Junge Mädchen schicken wir in die Schneiderlehre, am Ende gehen sie mit einer (indischen) Nähmaschine nach Hause. Junge Männer werden bei der Tischlerlehre unterstützt, so versuchen wir der Landflucht zu begegnen, die jungen Menschen werden „vor Ort“ gebraucht!!!

Wir starteten eine Diskussion über ein sehr schwerwiegendes Problem, HIV/AIDS. Man muß, um die Stigmatisierung von betroffenen Kranken zu vermeiden, sehr behutsam an diese Materie herangehen. In unseren Partnergemeinden Kokirie und Masia Mamba gibt es ca. 200 AIDS-Waisen. Wer die sozialen Strukturen in Ostafrika kennt, kann ermessen, was das für die Familienverbände bedeutet. Z.T. müssen Schulkinder, die wir unterstützen, selbst für Haus und Hof sorgen.

Außerdem müssen wir uns von Jahr zu Jahr auf eine sogenannte Hungerhilfe einstellen, denn immer wieder verdörrt die ganze Ernte „am Halm“, bedingt durch fehlenden Regen, oder es kommt zuviel Regen zum falschen Zeitpunkt, „el niño“ läßt grüßen.
Wer unser Projekt unterstützen will, der sollte sich mit mir in Verbindung setzen. „Asante sana“ (vielen Dank), im voraus.

Ansprechpartner:
Horst Schelski
Niederweg 1
23554 Lübeck
Tel. 0451 40 45 49
horst.schelski@t-online.de